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Installation Wasser

Die geplanten Tanks benötigen viel Platz, weshalb sie frühzeitig verbaut werden. Im Einzelnen sind 500 Liter Frischwasser, 200 Liter Grauwasser und 100 Liter Fäkaltank vorgesehen.

Die Trink- und Brauchwassertanks werden im Heckteil gleichmäßig auf der gesamten Breite verbaut. Die Maße der Tanks sind 21 x 38 x 123cm und werden im Systemboden untergebracht. Alle Anschlüsse gehen nach vorne raus und sind später gut zu erreichen.

Die Tanks sitzen bündig fixiert mit dehnbarem Schutz gegen eventuelles Scheuern in den zwischenliegenden Sicherungsholzrahmen welche auch als Stützen für den Stauraumboden dienen. Die Öffnungen der Tanks sind später über herausnehmbare Böden in den Schränken für Wartungsarbeiten erreichbar.

Die Richtlatte zeigt nach unten den Abstand zum Tank und nach oben zur Unterkante der Stauraumklappen. Mit einer 15 mm Siebdruckplatte wird der Boden des Stauraums später in dieser Position bündig zur Kante der Stauklappe abschließen.


Vom Kabinenboden nach oben sind in der Höhe die ersten 25 cm für Tanks, die folgenden 80 cm für den hinteren Stauraum und die vorne liegenden Schränke vorgesehen. Darüber wird das Bett mit 140 x 200 cm montiert.


Die Wassertanks werden ohne Trennung in Trink- und Brauchwasser befüllt, alle Tanks entlüftet, und mit einem Messing Wasserverteiler 1″ auf 5 einzelne 3/4″ Abgänge inklusive Sperrhähnen miteinander verbunden. Mit diesem System kann jeder einzelne Tank auf Bedarf zugeschaltet, und alle Tanks über einen Abgang entwässert werden.


Der Einfüllstutzen zur Betankung wird mit 40mm Durchmesser ausgelegt. Die Entnahme des Wassers erfolgt über einen 1/2 Zoll Schlauch und wird nach einem Grobfilter mit einer Shurflo Whisper King Pumpe über einen Druckausgleichstank in Richtung Aquapolish Vorfilter und Seagull IV X-2 Filter gepumpt.

Der Filter hat eine Durchflußmenge von 7,6 Liter pro Minute und wird das komplette Wasser mit Ausnahme der Toilette filtern. Alle Verbindungen der Schlauchtüllen werden mit Esska Schlauchschellen gesichert. Die Verteilung von Kalt- und Warmwasser erfolgt über Messingverteiler. Jeder Strang ist einzeln ausgeführt und kann mit Kugelhahn abgedreht werden. Die Anschlüsse der einzelnen Leitungsstränge werden mit 1/2 Zoll Schlauch und Klemmringverschraubungen ausgeführt.

Wie man sieht kommt eine Menge Material zusammen, ab jetzt sind Zoll und Co., Innen- und Außengewinde wichtig. Das Material haben wir überwiegend aus dem Brunnenbau, Heizungs- und Sanitärbereich, vieles aus dem Bootsbau erworben.

Rechts sieht man den Wassereinfüllstutzen welcher später mit dem Einfüllschlauch im Vordergrund verbunden wird. In der Mitte sieht man die Bodenaufnahme mit Gummidämpfern für das “Wassermodul”. Die Wasserinstallation soll auf einem separaten Vorwandbrett erfolgen und dann entkoppelt vom Rest der Möbel über die Gummidämpfer die Geräusche reduzieren.

Hier sieht man das Ergebnis des “Zentimeterkampfes”. Pumpe, Behälter Druckausgleich, Vorfilter und Hauptfilter.

Durch die Gummidämpfer schwingt das Modul komplett entkoppelt unter dem Bett, wir sind gespannt wie sich das auf die Geräuschentwicklung auswirkt. Eine weitere Option für die Zukunft wäre noch zusätzlicher Akustikschaum.

Als nächste Aktion werden die Wasserleitungen verlegt.

Nächster Schritt der Installationsarbeiten ist das Verlegen der Wasserleitungen. Farblich getrennt in der Farbe Blau für Kaltwasser und Rot für Warmwasser.


Für die Montage des Wasserschlauches verwenden wir Stangenrohr und Befestigungsklemmen aus dem Elektrohandel. Das Rohr ist in den gängigen Querschnitten vorhanden und eignet sich zur strukturierten Installation von Wasser- und Abwasserleitungen.

Der Schlauch ist aus dem Bootsbereich. Die Montage mit dem Rohr verhindert das “Durcheinander” der Leitungen. Auf der Fahrerseite werden die Leitungen für Dusche und Heißwasserboiler gelegt.

Durch das Stangenrohr kann man die Leitungen auch an engen Stellen (hier unter der Einstiegstür) sehr gut verlegen.

Hier entsteht die Wasserverteilung für die fünf Frischwassertanks. Mit den vorhandenen Kugelhähnen werden die einzelnen Tanks in ihrer Kapazität zugeschaltet und mit einem Hahn bei Bedarf wieder entwässert.


Neben der Wasserverteilung findet die Lenzpumpe für das Spül- und Duschwasser ihren Platz. Diese wird das Abwasser in den Grauwassertank pumpen.

Der Abschluß der Frischwasser-Tankinstallation wird durch das Verbinden der Tanks untereinander vorgenommen. Hoffentlich sind alle Verbindungen dauerhaft dicht. Durch die Möbelbauplatten für die Schränke wird der spätere Zugang zu den Tanks auch immer schwieriger.

Langsam schließt sich der Kreis der Installationen und der Sanitärbereich entsteht.

In der Doppelwand zwischen Bad und Wohnbereich führen wir mit der Rohrtechnik Kalt- und Warmwasser nach oben, dort ist auch eine Revisionsklappe für spätere Wartungsarbeiten vorgesehen welche von den Polstern verdeckt wird. Zusätzlich wird hier auch die Entlüftung der Abwassertanks hochgeführt.

Die Entlüftung für den Fäkaltank und die Abwassertanks führen wir oberhalb der Fenster nach draußen. Der Durchbruch wird durch die doppelte Wand zwischen Dinette und Bad verdeckt.

Wir wollen so wenig wie möglich Löcher in unser Dach bohren. Deshalb wählen wir eine Entlüftung aus dem Bootsbereich welche seitlich aus der Wand heraus geführt werden kann.

Bevor die endgültige Installation beginnt, testen wir die Anordnung von Duschwanne und Tank, hier müssen auch noch Abwasserleitungen, Heizungsrohre und Elektrokabel entlang geführt werden.

Alle Anschlüsse an der Wasserverteilung werden mit Klemmringverschraubungen ausgeführt. Der Schlauch hat einen Innendurchmesser von 13 mm und wurde im Bootszubehörhandel gekauft. Alle Leitungen werden farblich nach Kalt- und Warmwasser in blau und rot verlegt.

Der Verteiler für Kaltwasser wird über die Filteranlage und Pumpe versorgt, die Kaltwasserleitung für den Boiler geht Richtung Heizung und versorgt im Rücklauf dann den Warmwasserverteiler. Jeder abgehende Strang ist einzeln absperrbar, die Entwässerung der Anlage kann für beide Verteilerblöcke mit den links angebrachten Kugelhähnen vorgenommen werden.

Hier ensteht die Bodendurchführung für die Entwässerung. Diese kann optional auch als Außenanschluß für die Wasserentnahme verwendet werden.

Vor dem Bodenablauf werden die Entleerungsstränge des Wasserverteilers und der Wassertanks miteinander verbunden.

Mit einem zusätzlichen Kugelhahn kann hier am Kabinenboden Wasser von draußen entnommen werden.

Unter der Trittstufe zum Hochbett befindet sich die Frisch- und Abwasserzentrale. Über die einzelnen Kugelhähne lassen sich zwischen 100 und 500 Liter Frischwasserkapazität zuschalten, und das sogar symetrisch verteilt wenn man es braucht. Links daneben befindet sich die Lenzpumpe welche ankommendes Grauwasser aus Dusche, Wasch- und Spülbecken in die Abwassertanks pumpt.

Durch die Verlegung der Leitungen mit den Rohren kann der einwandfreie Ablauf des Wassers ganz gut realisiert werden.

Es wird immer enger, in der Ecke sieht man die Leitungen für Wasserversorgung, Entleerung und Abwasserleitung. Rechts neben der Wasserverteilung ist der Geruchsverschluß für das später ausziehbare Waschbecken zu erkennen.

Die Tankdurchführungen welche durch den Boden der Kabine die Entleerung der Tanks ermöglichen sind mit Messingfittinge aus dem Brunnenbau in 2″ ausgeführt. Das verschraubte Gewinde wird mit Loctite gesichert.

Sicher ist sicher, also wird vor dem Einbau ein Test zur Dichtheit der Verbindungen gemacht. Außen sind 2″ Kugelhähne für die Entleerung vorgesehen.

Der Fäkaltank ist an seinem Platz, jetzt sieht man wie der verfügbare Raum immer geringer wird und mit jedem Zentimeter gewirtschaftet werden muss. Rechts davon befindet sich die künftige Bodenplatte für die 60 x 100 cm Bodenwanne der Dusche.

Außen werden die Tankstutzen für die Entleerung der Grau und Fäkaltanks mit 2″ Kugelhähnen und Stortzkupplung ausgeführt. Die Verbindung mit dem Abwasserschlauch ist durch die vorhandenen Dichtungen der Kupplung fest und die Entsorgung erfolgt mit 2″ Durchmesser recht zügig.

An der Vorderseite der Duschwanne vor der späteren Wandverkleidung wird die erhöhte Entlüftung für den Fäkaltank angebracht. Darüber findet dann noch das Warmluftrohr der Heizung seinen Platz. An der Seite der Duschwanne zum Flur ist gerade soviel Platz um die zentrale Abwasserleitung von der Lenzpumpe zu den Abwassertanks zu verlegen. Hier entsteht später noch eine Doppelwand mit der innen liegenden Schiebetür für den Badbereich. 

Die Küchenzeile wird ebenfalls mit Rohren eng an der Wand entlang geführt, damit ist später die einwandfreie Funktion der Schubladen sichergestellt. Auf dem letzten Bild sieht man den Übergang der verlegten 13 mm Schlauchleitung zu der 10 mm Anschlußleitung der Armatur. Die dafür notwendigen Übergangstüllen und die rüttelfesten Schlauchschellen für den KFZ Bereich gibt es bei der Firma ESSKA.

Für das Monitoring der Tankkapazitäten verwenden wir Tankgeber welche nach dem Einbau für Wartungsarbeiten wieder herausgeschraubt werden können. Es werden zwei verschiedene Modelle von Philippi verbaut, einen Tankgeber für Wasser und für Grau- und Fäkaltank einen Dieseltankgeber.

 Es werden in Summe 3 Tankgeber eingebaut, einen für Frischwasser, einen für Grauwasser und einen für den Fäkaltank.

 Die elektrischen Anschlüsse beschreiben wir im Bereich Elektro.

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