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AsienTouren

Armenien – Noah’s Berg

Asienreise – Westasien – Armenien

Reisezeit: April

Reiseroute: Sewan, Jerewan, Garni, Geghard, Lusarat, Areni, Jermuk, Tatev, Meghri

Kilometer Armenien: 794

Kilometer gesamt: 7511

Karte Routenplanung

Es ist nasskalt und die Fahrt über die Berge Armeniens führt durch Orte, wo die Armut einfach nicht geleugnet werden kann. Auf der einen Seite viele Menschen auf einem verschmutzten Markt mit kargem Angebot, wenige Meter weiter ein neuer und moderner Lebensmittelmarkt ohne Kundschaft.

Nach wenigen Tagen kommt schließlich Jerevan in Sicht und oberhalb schwebt der Gipfel des Ararat mit einem unglaublichem Anblick.

Auf der Fahrt nach Jerevan

Nach erreichen der Stadtgrenze geht auf einmal gar nichts mehr, es dauert einen Moment bis klar wird, dass die ganze Stadt durch Demonstrationen blockiert wird und keine Autos mehr fahren. Unbeabsichtigt wird der Steyr Teil der Straßensperren und ich komme mit den Demonstranten ins Gespräch.

Anlass ist eine Verfassungsreform welche die Machtbefugnisse des aktuellen Präsidenten erheblich ausweitet, die Demokratie einschränkt und die Korruption im Land weiter stützt. Vor allem die jungen Leute haben Angst um ihre Zukunft und gehen dafür mit ihren Protesten auf die Straßen der Stadt.

„Revolution der jungen Leute“

Durch die Demonstrationen ist die geplante Abholung der Pässe mit den Visa bei DHL nur zu Fuß machbar. Es ist ein Fußweg durch Menschenmengen mit ihrer Hoffnung auf Veränderung der mir in Erinnerung bleiben wird.

Am späten Nachmittag wird es dann leider doch noch unruhig und es sind in der Nähe mehrere explodierende Granaten zu hören. Jetzt schnell raus aus der Stadt auf einen ruhigen Stellplatz, wie man sieht mit unverhofftem Panorama.

Blick auf den mythischen Berg Ararat

Nach dem biblischen Buch Genesis lief Noah`s Arche nach der Sintflut am Ararat auf Grund. Egal ob diese Geschichte stimmt, für mich ist und bleibt es ein besonderer Berg der einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Garni mit seiner Festung war lange die Sommerresidenz der armenischen Könige und besitzt einen restaurierten hellenistischen Mithras-Tempel. Es ist heute noch ein schöner Ort zum Verweilen und für mich die Zwischenstation auf dem Weg zum Kloster Geghard.

Die Räume des Klosters sind teilweise in Fels gehauen und vermitteln eine kühle und ruhige Stimmung die mir besonders gut gefällt.

Über das Kloster Khor Virap und Areni führt der Weg zu den Wasserfällen von Jermuk und über den Vorotan Pass mit Tor zur Seidenstrasse nach Tathev. Es ist ein einsames von karger Natur geprägtes Hochland mit tollen Eindrücken.

Das Kloster Tathev erreicht man mit einer modernen Seilbahn und es ist keine schlechte Idee das Fahrzeug stehen zu lassen und diese Bahn zu benutzen. Die schlechte Piste am Hang nach oben ist mit dem Fahrzeug anstrengend und der anschließende Weg auf der H45 nach Kapan an die Grenze von Aserbaidschan dauert trotz der kurzen Distanz noch viele Stunden.

An der Grenze zum Iran sind die Siedlungen wie so oft durch sichtbaren Mangel gezeichnet, man hat das Gefühl, dass viele Teile Armeniens gänzlich vergessen wurden. Trotzdem ist es ein schönes und sehenswertes Land.

Reiseinformationen Armenien

Kommunikation

Armenisch, Russisch, Englisch (auf dem Land mit Körpersprache)

Grenzen

Einreise: Grenzstation Sadakhlo auf der LKW Linie mit Röntgenkontrolle passiert, Pass und Zollkontrolle sind langwierig und unstrukturiert verlaufen.

Ausreise: Grenzstation Agarak ohne Probleme mit Wartezeit auf der PKW Linie passiert, Pass und Zollkontrolle sind normal verlaufen.

Formalitäten: Einreise: Es sind Gebühren für KFZ- Einfuhr, Straßennutzung und Ökosteuer an der Grenze zu entrichten. Abschluß einer KFZ-Haftpflicht ist vorgeschrieben.

Versorgung

Devisen: Bank- oder Kreditkarten nur in großen Städten, Bargeld überall in Landeswährung.

Telefon/Internet: Simkarte Viva Cell MTS mit gutem Netz

Einkaufen: Einzelgeschäfte (Bäcker, Fleischer) und Märkte, Kleinere Supermärkte.

Wasser: Tankstellen

Kraftstoff: An wenigen Tankstellen nur mit Bargeld

KFZ-Versicherung: Pflicht in Armenien und an der Grenze abzuschließen.

Umwelt

Müll und Entsorgung: Mülleimer, und für Abwasser Entsorgung an Straßengräben.

Stellplätze: Freie Stellplätze, Restaurants, Parkplätze

Straße / Maut: An der Grenzstation sind für Straßennutzung und Ökosteuer Geld zu entrichten. Die Straßen sind in überwiegend schlechtem Zustand.

Länderinformationen

Länderinformationsportal: Keine Information verfügbar.

ÖAMTC – Reiseformalitäten: Info Armenien

Reisewetter: Info Armenien

Tropeninstitut: Info Armenien

Dieselpreis: Keine Informationen verfügbar.

Länderübergreifende Reiseinformationen: Links und Apps

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