AsienTouren

Mongolei – Freiraum

Asienreise – Ostasien – Mongolei

Teil 1 – Mongolei – Westroute

Reisezeit: Juli – August

Route: Ölgii, Chowd, Ulgii, Ulaangom, Uws Nuur, Tariat, Terkhiin Tsagaan Nuur, Khorgo Uul, Tsetserleg, Karakorum, Ulaanbataar, Kjachta

Kilometer Westroute: 3131

Kilometer gesamt: 23820

Karte Routenplanung Westroute

Mit dem Grenzübergang verlassen wir die liebgewonnene Straße und es geht überwiegend auf Pisten durch die grasbewachsene Steppe weiter. Die Mongolei ist mit 3 Mio. Einwohnern dünn besiedelt und hat eine Fläche die fast fünf Mal so groß wie Deutschland ist.

Mongolei – Freiraum bis zum Horizont

Schon mit den ersten Kilometern über Tsagaanuur nach Ölgii spürt man den freien Raum und die Weite des Landes auch wenn man nie wirklich alleine ist.

Mongolen interessieren sich für uns, immer und überall.

Und dann ist da noch die Piste, oder besser gesagt die Pisten, es sind viele und der immer währende Zweifel begleitet mich welche wohl die beste ist.

Mongolische Steppe

In den Norden der Mongolei geht es weiter nach Ulaangom und den See Uws Nuur. Hier kann man noch urprünglichen Nomaden ohne Auto oder Moped begegnen.

Begleiter am Rand der schlechten Pisten sind viele, teilweise aufgehäufte Vodka Flaschen. Ich frage mich wirklich, ob nicht der Zustand der Piste der Grund für den vielen Alkohol ist.

Trotz dünner Besiedlung sind immer Jurten und Viehherden in unserer Nachbarschaft und die häufigen Besuche der Mongolen an unseren Fahrzeugen gehören dazu.

Durchquerung Wasserlauf

Wir fahren noch einige Tage im Norden weiter wo wir trotz der miserablen und anstrengenden Pisten mit schöner Landschaft und ihren Eindrücken belohnt werden.

Das tägliche Geschaukel, der Staub und die Schrittgeschwindigkeit inspirieren Jakob und mich mit der Zeit mehr und mehr die wichtigen und bedeutsamen Themen des Lebens stundenlang über Funk zu diskutieren und zu fokussieren. Eine fröhlich lustige Ablenkung für uns und…

Danke Tina

Fahrt auf der Piste

Langsam fahren wir jetzt mehr in die Landesmitte mit dem Ziel Tosontsengel zu ereichen. Als wir dort unverhofft auf geteerte Straße treffen kann ich das Glück kaum fassen und 50 Km/h fühlen sich auf einmal verdammt schnell an.

Wir folgen der geteerten Straße nach Ulaanbaatar und machen Halt am Khorgo Uul Vulkankrater wo man schöne Wanderungen machen kann.

Unsere Ankunft in Tsetserleg mit seinem Kloster und dem Museum ist nach der langen Zeit in der einsamen Natur eine willkommene Abwechslung.

Neben der Stadt Charchorin befindet sich das Kloster Erdenezuu mit seinem großen Areal welches früher rund 1000 Mönche beherbergte. Hier befand sich in der Vergangenheit auch Karakorum, die ehemalige Hauptstadt der Mongolen.

Oft trifft man in der Mongolei auf Ovoos. Diese kultischen 1-2 Meter hohen und mit Tüchern verzierten Steinhaufen haben in ihrem Ursprung mehrere Bedeutungen. Nach einem heute noch vorhandenen Glauben bringt es für den Reiseweg Glück ein Ovoo dreimal zu umrunden.

Ein Ovoo – Dreimal umrunden für eine gute Reise

Ulaanbaatar ist das Zentrum des Landes, hier leben 1,5 Mio. Menschen und der Verkehr in der Stadt erinnert uns daran. Wir wählen die etwas außerhalb gelegene River Point Lodge als Unterkunft und genießen für die nächsten Tage die Annehmlichkeiten der Zivilisation.

Neben üblicher Hausarbeit und Wartungsarbeiten am Steyr kann mit der Unterstützung von Rene aus dem River Point auch unser defekter Kühlschrank durch einen Techniker repariert werden. Dann hole ich endlich Chrissi am Flughafen ab die unsere Pässe mit den Visa für China und Nepal mitbringt.

Gemeinsam fahren wir jetzt nach Russland an den Baikal See.

Teil 2 – Mongolei – Südroute

Reisezeit: August – September

Route: Kjachta, Darkhan, Ulaanbataar, Baga Cazariin Chuluu, Tsagaan Suvarga, Dalandgadsad, Yolin Am, Khongoriin Els , Ulaanbataar, Zamyn Üüd

Kilometer Südroute: 3738

Kilometer gesamt: 29720

Karte Routenplanung Südroute

Ulaanbaatar besuchen wir zum zweiten Mal und verbringen ein paar entspannte Tage mit Spaziergängen und Besichtigungen. Wir sitzen in Cafes und Abends wird mal nicht gekocht.

Wir sind das zweite Mal hier

Im Zentrum der Stadt befindet sich das für die Mongolen bedeutende Gandan Kloster und der große Dschingis Khan Platz.

Wir stehen während unseres Aufenthalts mit dem Steyr auf dem Gelände der Firma YAKMobil wo wir die Gelegenheit haben Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen. Ein kleiner Freund auf dem Gelände weicht nicht von unserer Seite und wäre wohl gerne mit uns mitgefahren.

Mit den Maggies fahren wir von Ulaanbaatar in den Süden und schauen uns Baga Cazariin Chuluu an. Die Piste dort hin hat viele spitze und scharfe Steine, die den Reifen oft gefährlich nah kommen. Nach solchen Fahrten schmeckt das Essen am Abend umso besser.

Etwas abseits der Route nach Süden befindet sich der Tsagaan Suvarga Canyon mit seinen bunten Farben und Formen. Der Weg dort hin ist nicht immer einfach aber man wird mit tollem Panorama und schönen Stellplätzen belohnt.

Weiter geht die Fahrt in den Süden.

Fahrt im Canyon

Über Dalandsadgad fahren wir zur Geierschlucht Yolin Am. Die Fahrt auf der kurzen Piste in die Schlucht dauert länger als gedacht. Dann bekommen wir trotz fehlendem Eis auf der Wanderung einige Tiere zu sehen.

Wüsten sind etwas besonderes und auch die Gobi mit ihren Dünen ist eine tolle Landschaft. Wir finden einen schönen Platz zum Entspannen und unternehmen Wanderungen durch die Dünen. Auch hier bleiben wir den Mongolen natürlich nicht verborgen und bekommen eines Morgens netten Besuch.

Die Einreise nach China ist für Ende September geplant und wir machen uns langsam auf den Weg. Unterwegs helfen Chris und Thorsten mongolischen Arbeitern ein herunter gerutschtes Fahrzeug zurück auf den LKW zu ziehen.

Unseren dritten Aufenhalt in Ulaanbaatar verbringen wir im Oasis Guesthouse. Beim Metzger unseres Vertrauen decken wir uns gerade noch mit Steaks, Patties und Würstchen ein als es plötzlich anfängt zu schneien und der Winter hereinbricht. Jetzt müssen wir aber wirklich los Richtung Süden.

Ein paar Tage später erreichen wir die Grenze zu China und warten dort auf die restlichen Teilnehmer unserer Reisegruppe für die geplante Einreise.

An der Grenze zu China

Reiseinformationen Mongolei

Kommunikation

Mongolisch, Kasachisch, Englisch, teilweise Deutsch (auf dem Land mit Körpersprache)

Grenzen

Einreise Altai: Grenzstation Tsgaan-Nuur ohne Probleme mit Wartezeit auf der PKW Linie passiert, Pass und Zollkontrolle sind freundlich und normal verlaufen.

Ausreise Baikal: Grenzstation Kjachta ohne Probleme mit Wartezeit auf der PKW Linie passiert, Pass und Zollkontrolle sind freundlich und normal verlaufen.

Formalitäten: Einreise: Desinfektion mit Gebühr ca. 1,20 Dollar. Einfuhrzollerklärung KFZ welche bei der Ausreise wichtig für den Nachweis der Ausfuhr des Fahrzeugs ist. Straßengebühr wird berechnet mit 5 Dollar. KFZ Haftpflicht kostet für 2 Monate 50 Dollar.

Ausreise: Einfuhrzollerklärung KFZ, wichtig für den Nachweis der Ausfuhr des Fahrzeugs. Wir haben es vergessen, sind aber später wieder eingereist.


Einreise Baikal: Grenzstation Kjachta ohne Probleme auf der PKW Linie passiert, Pass und Zollkontrolle sind freundlich und normal verlaufen.

Ausreise China: Grenzstation Ehrenhot ohne Probleme mit Wartezeit auf der PKW Linie passiert, Pass und Zollkontrolle sind freundlich und normal verlaufen.

Formalitäten: Einreise: Einfuhrzollerklärung KFZ. Straßengebühr wird berechnet mit 5 Dollar. KFZ Haftpflicht kostet für 2 Monate 50 Dollar. (hatten wir schon im Altai abgeschlossen).

Ausreise: Einfuhrzollerklärung KFZ, wichtig für den Nachweis der Ausfuhr des Fahrzeugs.

Versorgung

Devisen: Bank- oder Kreditkarten und Bargeld in Landeswährung

Telefon/Internet: Wir haben eine Skytel und eine Unitel Simkarte mit gutem Netz in Tsagaanuur gekauft.

Einkaufen: In den Städten kleine und große Supermärkte und außerhalb Märkte

Wasser: Wasserhäuser, die gibt es in jedem Ort, es ist ein kleiner Geldbetrag zu entrichten.

Kraftstoff: An allen Tankstellen ohne Probleme

KFZ-Versicherung: KFZ Haftpflicht ist vorgeschrieben und wird direkt an der Grenze abgeschlossen (Altai und Baikal).

Umwelt

Müll und Entsorgung: Mülleimer in Siedlungen und für Abwasser Entsorgung in der Steppe.

Stellplätze: Freie Stellplätze, Guesthouse

Straße / Maut: Straßengebühr (ca. 5 Dollar) an der Grenze. Das Land wird auf Pisten mit unterschiedlicher Qualität befahren (die Piste links oder rechts ist nicht besser als die aktuelle). Hauptverbindungen sind oder werden geteert. Ulanbataar – Tsetserleg ist gut geteert. Ulanbataar – Kjachta ist ordentlich geteert. Ulanbataar – Ehrenhot ist gut geteert. Ulanbataar – Dalandsadgad ist gut geteert.

Länderinformationen

Länderinformationsportal: Info Mongolei

ÖAMTC – Reiseformalitäten: Info Mongolei

Reisewetter: Info Mongolei

Tropeninstitut: Info Mongolei

Dieselpreis: Keine Info verfügbar

Länderübergreifende Reiseinformationen: Links und Apps

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