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Bad

Das Bad ist der kleinste Bereich der Wohnkabine und ist mit seinen vielen Installationen eine Herausforderung. Es entsteht als separater Raum zwischen Schlafbereich und Dinette des Wohnbereichs. Mit geplantem Schrank einem Waschbecken zum herausziehen, einer Keramik Toilette und einer Duschkabine wird jeder Zentimeter benötigt.

Mit der Doppelwand zur Dinette werden Tankentlüftung, Wasseranschluß der Dusche, Elektroversorgung der Dinette untergebracht. Hier wird auch eine Revisionsklappe für die Duscharmatur berücksichtigt.

Der Schrank im Bad enthält voll ausziehbare verchromte Gitterschubladen welche wir im Baumarkt gekauft haben. Hier finden später Handtücher und ein Vorrat an diversen Badutensilien ihren Platz.

Links über dem Fäkaltank wird direkt die Toilette installiert, bloß keine langen Wege! Rechts die Duschwanne welche für den Abfluß etwas erhöht auf einem Podest gebaut wird, so kann das Wasser gut in den Lenzpumpenkasten ablaufen.  

Aufgrund der Höhendifferenz ist eine direkte Verbindung der Dusche zum Abwassertank nicht möglich.

Unsere Baustelle ist mittlerweile ganz schön eng geworden, jeder Schritt ist ein Risiko. Über dem Fäkaltank werden mit einem Doppelboden die Anschlüsse für die Toilette und der Revisionszugang für den Tank berücksichtigt. Oben an der Decke werden die Befestigungsleisten für den oberen Wandabschluß der Badwände montiert.

In der Doppelwand sind die Säule für den Gurtbock der Dinette, die Tankentlüftung für Grau- und Fäkaltank, Kalt- und Warmwasserleitung der Dusche und die Elektroleitung für die Dinette untergebracht. Auf dem dritten Bild sieht man in der Wand den Revisionsdeckel für die Wasserversorgung der Dusche, welcher später von den Sitzpolstern verdeckt wird.

Oben an der Decke wird der Abschluß der Multiplexplatten mit Aluschienen vorgenommen. Mittig zwischen den Wänden wird mit etwas mehr als 20 mm die Schiebetür des Badbereichs geführt. Der Badboden enthält schon den Fäkaldurchgang und den Wasseranschluß. Seitlich unter der Dusche sieht man in der Verkleidung den Luftauslass der Heizung und davor die innenliegende Schiebetür.

Die Duschwanne wird nochmal probeweise an ihren Platz eingebaut um die letzten Maße zu kontrollieren.

Die Außenwand erhält unsere Garderobe.

Nach der Montage der Wände und der Schiebetür kann der Einbau der Dusche losgehen. Alle Maße werden nochmal geprüft, wenn der Kleber aufgetragen ist sind Korrekturen nur noch schwer möglich. Die Wände werden angeschliffen und mit Wasser und Azeton gereinigt. Die GfK-Seite wird zusätzlich mit Sika Aktivator behandelt.

Der Kleber wird in engen Windungen mit Kompressor und Druckluftpistole aufgebracht, wir verwenden insgesamt 4 Kartuschen Sika Flex 552. Die Fiberglaswände sind aus einem Stück gefertigt und werden oben bündig mit der Glasfasertapete der Decke abschließen. Später werden die Übergänge mit Silikon versiegelt. Das gleichmäßige Anpressen wird mit einem Tapeten Roller vorgenommen.

Der Kleber braucht 3 – 4 Tage, danach können die Fixierungen wieder entfernt werden und der Einbau der Duschtür kann erfolgen. Hierzu haben wir uns 6mm E Profile aus Aluminium im Terrariumhandel besorgt. Diese haben unterschiedliche Höhen und machen den Einsatz der Schiebetüren einfacher. Die Schiebetüren bestehen aus getöntem Acryl, diese haben wir mit 5mm Stärke auf Maß zuschneiden lassen.

Die Duschstange haben wir im Baumarkt gekauft und mit einem Comet Einhebelmischer angeschlossen. Dieser Einhebelmischer hat durch die 90 Grad Anschlüsse eine sehr geringe Tiefe welches genau unserem Platz in der Doppelwand entspricht.


Nachdem der Boden im Badbereich mit der Schiebetür fertiggestellt ist wird die Front des Einbauschrankes im Bad montiert. Der Schrank mit den Auszügen erhält seine Fronttür mit Pushlock.

Oberhalb der Wasserverteilung entsteht unser ausziehbarer Waschtisch für das Bad. Wird die Toilette benutzt kann dieser eingeschoben werden. Die Platzierung über der Wasserverteilung ermöglicht eine flexible Leitungsführung. Die Arretierung des Waschtisches kann gelöst und der Tisch vollständig herausgenommen werden. So ist der Zugang zu den Filtern und der Wasserpumpe im Wartungsfall möglich.

Die Schwerlastschienen ermöglichen eine stabile Konstruktion welche wenig Spiel und 45 KG Belastbarkeit hat. Der Wasserhahn ist klappbar und die Front kann mit Pushlock verriegelt werden.

Über dem Waschtisch wird ein Badschrank an der Wand montiert. Wir haben den Schrank aus dem Internet und modifizieren jetzt ein paar Dinge damit er fürs Reisen tauglich ist. Der Trafo entfällt und die Halogenlampe wird direkt mit 12V versorgt, als Halter werden mit Sikaflex oben und unten zwei Holzleisten an der Wand angebracht. Der normale Spiegel wird durch einen Acrylglas Spiegel ersetzt.

Unser WC ist eine Zerhackertoilette aus dem Bootsbereich. Mit Holzdeckel und aus Porzellan ist ihre Beschaffenheit wie “zu Hause”. Als Vorbereitungen für den Einbau der Toilette werden die Trittstufe zum Badbereich, der Badboden und das Bedienpanel fertig montiert.

Die Anschlüsse im Boden sind so positioniert, dass die Leitungen für das Wasser (10mm) und Abwasser (38mm) in der Toilette ohne Knick verlaufen. Durch den doppelten Boden ist der Revisionsdeckel des Fäkaltank vor der Toilette gut zu erreichen.

Auf den folgenden Bildern sieht man die fertige Installation, mit dem ausziehbaren Waschtisch und seiner “entweder oder Funktion” haben wir die Dimensionen der Wohnkabine gut 30 cm kleiner halten können.

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